Das Grab

 

Tief in uns gibt es einen Ort, zudem wir nur selten Zugang gewähren. Ein Ort des Schmerzes, der Verzweiflung und der Trauer. Dorthin ziehen wir uns nur selten zurück, weil der Schmerz uns zerstören würde.

Ich aber gehe heute zurück dorthin, sehe die Gräber. Manche kaum noch zu sehen, manche sehr frisch noch.

An einem verharre ich. Die Stele aus Granit, die Inschrift lautet „Verrat“. Es tut weh wenn ich dieses Grab sehe, und ich weiß bis dieser Stein verwittert sein wird, wird noch viel Zeit vergehen. Zu bitter war die Erkenntnis, viele Jahre verraten und betrogen worden zu sein.

Aber es ist nicht dieses Grab, wo es mich hinzieht.

An einem verborgenen Ort Dieser Grabstätte der Seele gibt es ein versteckte Stätte.

Das Kreuz weiß wie am ersten Tag, wo aufgestellt worden ist.

Ich war lange nicht hier, ich hätte es nicht ertragen können.

Ich knie nieder und berühre mit meinen Händen Das Kreuz, das niemand kennt.

Nie habe ich jemanden an diesen Ort geführt.

Jetzt bin ich gekommen um Abschied zu nehmen.

Die Hände berühren den Hügel des Grabes.

Es ist alles wieder da wie vor fast zehntausend Tagen und Nächten.

Zwei junge Menschen, so voller Lebenslust und Pläne. Sehen können sie sich nur selten, aber Lieber überwindet die Entfernung.

Sie gehen gerne Tanzen. Ausgelassen lachen sie, bis zu jener Nacht.

Sie kehrten zurück nach dem Tanz an den Ort den sie so liebten.

Ein Teich, ruhig gelegen, an den Ufern stehen uralte Trauerweiden. Ein Omen ?

Unter der einen Weide stand eine Bank, dort hielten sie sich gerne auf. Die langen Zweige verbargen sie vor den Augen der anderen. Sie hatte seinen Kopf auf ihrem Schoß gebettet und flüsterten sich zärtlich Worte zu.

Sie hielten sich die Hände, bis ein aus der tiefe zu kommender Schrei die Stille erschütterte.

Seine Hände verkrallten sich in ihren Armen, ihrem Körper.

Schmerzen verspürte sie nicht von diesen Griffen.

Wie in Trance sah sie dem Geschehen zu, keines Wortes mächtig.

Sie wusste was geschah und konnte es nicht wehren.

Das Herz zerbrach.

Der tröstende Quell der Tränen versiegte.

Zu jung für das Geschehen, zu tief der Schmerz um es zu verstehen

Sie fühlte nur das der Tod ihr den Liebsten nahm.

Wie versteinert saß sie bis der Morgen graute, ihn haltend in ihren Armen.

Keines Gedanken fähig.

Nach außen gefasst, innerlich tot , so fand man sie auf.

Man löste ihn aus ihren Armen und brauchte beide an verschiedene Orte

Ein letzter stummer Schrei, ein letzter bittender Blick.

„Verlassen hast du mich“

Heute kehre ich zurück.

Ich nehme innerlich noch einmal Abschied von dir, Liebe meiner Jugend.

Dein Kreuz wird ewig bleiben, aber es wird nicht mehr so brennen, jetzt wo ich die Kraft gefunden habe mich auch in meinem Herzen zu verabschieden.

Ruhe in Frieden, in den tiefen meiner Seele, in deinem feuchten Grab.

Bewahrt für immer, nie vergessen.

Du hast deine Ruhe gefunden. Ich wünschte das ich auch die meine finde.

Ich verlasse dich jetzt…………………..werde still deiner gedenken,

Leise verlasse ich den Ort wo so viel begraben ist

Ob viele oder wenige Gräber jeder hat sie.

Jedem der die Liebe findet sage ich, bewahrt sie euch, sie kann schnell und schmerzhaft enden.

Lebt und liebt mit eurem ganzen Herzen, so das selbst wenn das Leben plötzlich endet ihr sagen könnt, ich habe keine Sekunde verschenkt und eure Liebe ganz und gar dem gegeben dem euer Herz gehört.

 

 

Lebt und liebt und ertragt der Liebe Schmerzen