Der Schwur

 

Zwei Menschen gehen durch die laue Sommernacht um sich einen Schwur zu geben,
den Schwur der ewigen Liebe.
Sie gehen hinab zum Ufer des Wassers, welches das Leben spendet und doch so stark ist den Stein zu zerstören.
Sie knien voreinander, Ihre Hände ruhen in den Seine.
Kein Wort verlässt ihre Lippen, denn der Worte bedarf es nicht.
Sie schauen sich tief in die Augen, tief in die Seele des anderen, wissend was der andere denkt und fühlt.
Sie schwören auch Angesichts des Windes der sanft ihre Haut umschmeichelt und doch Berge versetzen kann.
Sich aneinander schmiegend, sich ineinander verlierend so schwören sie ihren Schwur.
Das Morgenrot erwartend, welches heute so rot wie das Blut ist.
Aber beide verstehen das Zeichen.
Es ist eine Warnung, denn sie haben sich ihre Liebe im heiligen Tempel der Natur geschworen und die Natur wird sich gegen sie wenden sollten sie den Schwur brechen.

Und sie gehen hinaus in den Tag, wissend der andere wohnt im Herzen des anderen.
Vielleicht durch Raum und Zeit getrennt, aber nie einsam und allein.
Immer mit den Herzen einander verbunden sein, bis auf der Tod sie scheidet.