Der kleine Drachen

 

Er wurde einmal ein kleiner Drachen geboren.
Geboren unter vielen Schmerzen, geboren vor seiner Zeit.
Die Höhle wo er zu Hause sein sollte, war zu klein, er musste gehen, bei anderen Drachen wohnen. Die alte Drachenmutter liebte den kleinen Drachen und umgekehrt war es auch so.
Dragons Mutter kam selten zum kleinen Drachen, keine Zeit für ihn.
Aber der kleine Drachen war bei der alten Drachenmutter glücklich.
Eines Tages bauten die alten Dracheneltern Ihre Höhle größer. Dann kamen auch Dragons Eltern in diese Höhle und versuchten nachzuholen, was sie versäumt hatte. Aber zu spät, Dragon Herz schlug für die alte Drachenmutter.
Es begann, das der kleine Drachen lernen sollte zu fliegen.
Es fiel ihm alles leicht, hatte viel Zeit zum Träumen. Klein wie er war, ein kleines Drachenmädchen eben, wollte nie jemanden etwas zu leide tun.
Aber es sollte anders kommen.
Ein Kleiner Streit unter den Drachenkindern und sie begannen sich zu Hauen. Der kleine Drachen ging weinend nach Hause, traf auf den Drachenvater.
Der Drachenvater fragte : „ Was ist denn ?“
Och Papa, sagte der kleine Drachen, die haben mich verhauen. Der große Drache fragte den kleinen. Und warum weinst du ?, hast du dich gewehrt ?
Der kleine Drachen: „Nein, ich bin doch nur ein kleines Drachenmädchen,
da wurde der große Drachen böse und bestrafte den kleinen Drachen, schlug ihn.
Der kleine Drachen wusste nicht warum, aber schwor sich, dies sollte nie wieder passieren.
Zog sich mit seinen Träumen ganz in sich zurück, nach außen wurde er hart gegen sich und andere. Nie wieder wollte er so etwas erleben, ihm blieben seine Träume dort konnte er sein wie er wirklich ist.
Er wuchs zu einem Drachen heran, immer anders wie die anderen waren.
Immer beweisend wie stark und voller Kraft er ist.
Trainierte seinen Geist und seinen Körper, manchmal bis an die Grenzen.
Gut beim Geist war es nicht schlimm, denn er brauchte nie lernen, aber sein Körper war klein, er war ja geboren worden vor der Zeit. Wurde aber stärker als die anderen Drachenmädchen, die kräftiger waren.
Immer auf der Suche nach neuen Kämpfen, Herausforderungen, wollte nie als schwaches Drachenmädchen dargestellt werden.
Aber die Träume bliebe, tief in ihr. Keiner kannte sie.
Die Zeit der ersten Ausbildung endete und Dragon musste weiter ziehen, wohin, was ist seine Bestimmung ? Die Zeit war nicht ruhig, also wollte Dragon etwas dafür tun, das die anderen Drachen ruhig leben konnten. Ungewöhnlich zu dieser Zeit, aber nicht ganz unmöglich. Dragon meldete sich bei den obersten Drachen, wollte weit nach oben fliegen, weiter als alle anderen Drachenmädchen. Nicht sein wie ein Mädchen, das konnte sie nur in ihren Träumen. Also machte sie ihre Ausbildung und hoffte auf die Zeit danach.
Weiter den Körper quälen, sie war ja klein.
Sie wusste nach dieser Ausbildung würde eine noch viel härtere folgen, und sie freute sich darauf. Leben und kämpfen waren ihre Gedanken, viel anderes hatte keinen Platz. Nur ihre Träume, die blieben. Auch war dem kleinem Drachen voll bewusst, wer kämpft kann schnell sterben, aber das war in Ordnung für sie, es war ihr bewusst.
Das Ende der Ausbildung nahte, sie ging wieder zu den obersten Drachen, die das Drachenheer anführten. Aber was Dragon wollte, war mit einmal nicht möglich, und in ihr brach eine Welt zusammen. Sterben mit anderen Drachen im Kampf, für eine glückliche Zukunft der anderen Drachen, wäre das größte gewesen.
Dann zog sich Dragon noch weiter zurück, wollte sterben und wurde krank. Wurde sie krank, weil die Seele krank war. Zu tief verletzt worden so oft, keiner ihrer Träume sich erfüllte ? Sie weiß es nicht.
Viele Jahre später gab es Zeiten wo sie etwas froher war. Es wurde ein kleiner Drachen geboren, sie war so glücklich. Eines Tages dann, sie war bei den Dracheneltern, nahm der große Drachen das Drachenbaby auf den Arm, herzte und schmuste mit ihm. Und die Drachenmutter sagte zu Dragon:
„ Dich hat er nie auf den Arm genommen !“
Es war als würden man Dragon das Herz bei lebendigem Leibes aus dem Körper reißen, die Seele töten, der Schmerz war so groß, heute weiß sie, ihr Drachenkind ist der Sohn den ihre eigenen Eltern sich wünschten, aber nie hatten.
Und wieder wäre der Tod, nur eine Befreiung vom Leiden gewesen.
Sie stellten sich immer wieder zwischen Dragon und dem Drachenkind,
Dragon konnte dem kleinen Drachenjungen nie das geben was die großen Drachen geben konnten.
Bis sie nicht mehr kämpfen konnte und wollte.
Sie wollte nur noch ein bisschen Glück und Frieden für sich. Nicht immer nur leiden.
Aber immer wenn sie glaubte, jetzt kann sie endlich leben, wurde sie wieder zu Boden geschmettert.
Hat sie zu viel gegeben in der Welt, in der Liebe.
Nein, dort kann man nicht genug geben. Lieben heißt sich selber hingeben, ohne wenn und aber.
Aber ihr Vertrauen wurde immer und immer wieder missbraucht, ihre Liebe mit Füßen getreten. Es braucht immer lange bis sich ihre Wunden schließen, zu viele Narben schon.
Dragon streift unrast durch die Welt, sucht nach der Erfüllung ihres Lebens.
Sie hat die Hoffnung nicht aufgegeben, das sich ihre Träume doch noch eines Tages erfüllen.
Sie will die Liebe die sie in ihrem Herzen trägt teilen, den Schmerz eines anderen in sich aufnehmen, so wird ihr eigener in Liebe verwandelt, in grenzenlose Liebe.
Irgendwo da draußen muss es doch jemanden geben den sie lieben kann.
Jemand der den Schmerz kennt, die Angst.
Wo Dragon nur noch für den anderen stark sein muss, nicht für sich.
Wo sie wieder lernt zu weinen, wo sie lernt wieder weich zu sein, nicht so hart sein muss.
Ihre Träume die hat sie immer noch, nie vergessen, nie verloren.
Sie hat Hoffnung im Herzen, hofft auf den Tag der Begegnung.
Lässt er es zu, zu lieben und zu leben.
Sagt er ja ? Lässt er zu das die Mauern fallen, die Mauern die er gezeichnet von Schmerz aufgebaut hat, fallen ?
Dragon verliere nie deine Hoffnung, auch wenn er noch so weit weg ist !
Dragon du bist stark, noch musst du es sein.
Dragon kämpfe um ihn, nimm seinen Schmerz in dich auf.
Schmerzen die Liebe gebiert, wie der Phönix aus der Asche.
Liebe die alles was war vergessen lässt, ein neues Leben gebiert.

Flieg kleiner Drachen flieg
Flieg kleiner Drachen, aus Sternenstaub geboren
Flieg kleiner Drachen, viel zu früh geboren
Flieg kleiner Drachen in eine Glücklichere Zeit
Flieg kleiner Drachen in deine Drachenwelt
Wo alles schön und warm
Woher du einstmals kamst.
Flieg kleiner Drachen nur nicht allein
Denn das kann nicht sein
Dein Herz du teilen musst
Ihm lieben immer musst
Ohne Liebe stürzt du ab
Ohne Träumen nichts vom Leben hast
Aber träumen allein ist nicht gut
Nur zu zwei´n tut der Seele gut
Lass sich die Seelen verbinden
Von dieser Welt verschwinden
Steige kleiner Drachen zu den Sternen
Willst dich und ihn an ihnen wärmen
Lass den Drachen nie allein
Er will immer für dich da sein.

Steigt beide in den Himmel auf
Komm, bitte sitze auf