Tausend Explosionen

 

Hände berühren mein Gesicht

ganz leicht und sanft

streichen über die Augen

fahren hinunter über den Nasenrücken bis sie an den Lippen angekommen sind

dort verweilen sie und streichen sie sanft

weiter geht die Reise zum zum Haaransatz

„oh wie das kribbelt“

ganz vorsichtig fährt die eine Hand den Rücken hoch und runter

Schauer durchfluten mich, so herrlich schön

Lippen berühren mich

wie ein warmer Sommerwind so zart

Hände berühren mich, von den Lippen gefolgt

„las es nicht aufhören“

Lippen die die meinen berühren

vorsichtig tastend zuerst

fordernder werdend

Hände die ein Eigenleben zu führen scheinen

erkunden mich und spielen ihr Spiel

zwei Körper die sich sehnen

sie beginnen zu brennen

unerträglich fast ist die Lust

Hände die sich in den Körper des anderen zu krallen beginnen

schmerzhaft schön

Sie öffnen sich der unerträglichen Lust

wissend das der andere es auch sehnlichst wünscht

aus zwei Körpern wird einer

sich ineinander verlierend

und doch findend

nichts um sie herum ist wichtig mehr

immer weiter treibt sie die Lust, das Verlangen

bis sie es nicht mehr aushalten

und sich wie tausend Explosionen entladen

sich ineinander krallen lassen sie es geschehen

vereint immer noch

bis der Morgen graut